Books on Demand – das war wohl nix

Heute ist mir nach Bohei!
 
Wieso?
Weil der Books on Demand Kundenservice extreme Probleme hat, mich zu verstehen, mir eine einfache Antwort zu geben oder (und das ist meine Befürchtung) ich mit meiner Anfrage einen wunden Punkt getroffen habe.
 
Worum geht es?
Ich habe für den Eigenbedarf via amazon 3 Exemplare von meinem „Zauberhafte Weihnachtswunder“ gekauft (ein kleines Buch, bei dem ich davon ausging, eh keinen Verlag dafür zu finden und das ich deshalb kurzerhand selbst veröffentlichte).
Sie kamen erst im Januar, aber das ist nebensächlich.
 
Allerdings bekam ich 2 Ausführungen
1x wie im Vertrag mit BoD hinterlegt 12x19cm, 72 Seiten 
2x in einer Version mit 12,4x20cm und 7 Leerseiten nach den 72 Seiten plus auf der letzten Innenseite der QR-Code eines englischen Dienstleisters 
 
DAS geht gar nicht.
Und das habe ich BoD geschrieben.
Nach Darstellung des Sachverhalts war der Wortlaut folgender …
Ich unterstelle mal, dass BoD im Bestreben, Aufträge so schnell wie möglich zu erledigen, im Falle von Kapazitätsengpässen, diese an den neuen Partner Lightning source UK ausgliedert.
Nur sollte dann tunlichst das gleiche Format und die gleiche Seitenanzahl beim Kunden ankommen.
Ich möchte 1. dass sichergestellt ist, dass sich so etwas nicht wiederholt und 2. zwei neue und korrekte Exemplare von BoD zugeschickt bekommen.
Vielen Dank vorab!
 
1. Antwort vom BoD Kundenservice
 
Sie haben für Ihren Titel zusätzlich den Vertrieb im englischsprachigen Raum (USA, Kanada, Großbritannien, Australien) gebucht. Im Rahmen des internationalen Vertriebs übernehmen wir für Sie die Konvertierung Ihres Titels in angloamerikanische Standards hinsichtlich Format und Ausstattung. Diese angloamerikanische Version Ihres Titels wird im englischsprachigen Raum, u. a. auch auf amazon.com, angeboten. Amazon behält sich allerdings vor, die Bestellung Ihres Titels abhängig von firmeninternen Abläufen vorzunehmen, was in seltenen Fällen dazu führen kann, dass die angloamerikanische Version Ihres Titels auch im Europäischen Markt angeboten wird, wie umgekehrt auch die europäische Version im Amerikanischen Markt. Die internen Bestellwege von Amazon sind für Händler und Verlage leider nicht kontrollierbar.
Bitte senden Sie die Bücher an amazon zurück.
 
Daraufhin antwortete ich …
 
Gut, dann präzisiere ich die Frage nochmal.
Mein Kritikpunkt war: Nur sollte dann tunlichst das gleiche Format und die gleiche Seitenanzahl beim Kunden ankommen.
 
Wie kann in ein Buch, das aus einem Vertrag von mir und BoD resultiert und dessen PDF-Vorlage sozusagen von beiden Seiten abgenommen wurde und im Original genau 72 Seiten enthält, am Ende des gedruckten Exemplars 7 Leerseiten plus eine Seite mit dem Hersteller-QR-Code enthalten?
 
Das hat nichts mit Amazon zu tun, sondern nur mit BoD in Deutschland und mir.
Nun stellt sich mir die Frage, wie viele Kunden haben bereits diese von mir nicht autorisierte Version erhalten?
 
Ich erwarte von einem Dienstleister, dass er das liefert, was im Vertrag vereinbart war.
Ich erwarte auch, dass ein Dienstleister, der seinerseits andere Dienstleister beauftragt, eine Qualitätssicherung durchführt.
Das hat nicht stattgefunden.
Eine angloamerikanische und eine europäische Version dürfen sich gerne in den Abmessungen geringfügig unterscheiden, aber nicht im Inhalt.
 
Was können Sie mir hierzu sagen?
 
2. Antwort des BoD Kundenservice
 
Leider haben wir keine Einfluss darauf wo amazon seine Bücher ordert.
Vermutlich wurde 1 Exemplar in Deutschland gedruckt und die weiteren Exemplare im Ausland.
 
Den Einkauf/Logistik von amazon können wir leider nicht beeinflussen.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
 
Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung …
 
Das verlangte nach einer weiteren Antwort meinerseits …
 
Vielen Dank für Ihre Email und Ihre Bereitschaft, weitere Rückfragen beantworten zu wollen.
 
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Es geht nicht um Amazon.
Amazon kann gerne Exemplare aus dem Ausland versenden.
Alle Anbieter dürfen Bücher aus dem Ausland versenden.
 
Der Punkt ist: Egal, ob die Bücher hier oder dort gedruckt werden – sie müssen gleich aussehen.
7 unnötige Leerseiten am Ende sind nicht akzeptabel.
Der QR-Code des Dienstleisters hat nichts in dem Buch verloren.
 
Warum? Weil das nirgendwo in einem Vertrag zwischen BoD und mir steht.
 
Also nochmals die Frage:
Gibt es keine Qualitätskontrolle vonseiten BoDs, wenn Dienstleister das Endprodukt herstellen? Gibt es Absprachen zwischen BoD und dem Dienstleister, dass diese Dienstleister den Inhalt der Bücher frei interpretieren dürfen?
Sollte es dahingehend Informationen an die BoD-Autoren geben?
Etwa so: „Das von Ihnen beauftragte Buch steht nun zum Druck und Verkauf zur Verfügung, kann aber je Land und Hersteller in Größe und Inhalt variieren.“
 
Vielleicht sollte BoD einmal eine Umfrage starten, ob das unter den Autoren eine Mehrheit finden würde?!
 
Bislang unterhalten nur wir uns darüber. Zum Glück gibt es aber auch Autoren-Foren und andere mediale Wege.
Wäre es möglich, dass Sie mir jetzt eine richtige Antwort geben?
 
Das ist jetzt 6 Tage her und der See schweigt still.
 
Was hat BoD davon abgehalten, mir zu antworten, dass sie sich der Sache annehmen?
Weil ich Recht habe und die beauftragten Dienstleister machen können, was sie wollen?
Sind hier vielleicht ein paar Autoren, die auch per BoD veröffentlichen oder zukünftig veröffentlichen wollen?
Möchte sich vielleicht sogar BoD hier dazu äußern?
___
P. S.: Zur Ehrenrettung BoDs möchte ich anmerken, dass ich bei vorherigen Projekten noch keinen Grund zur Klage hatte. Um so enttäuschter bin ich über den bisherigen Verlauf der Kommunikation zu diesem Thema.

2 Kommentare

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2 Antworten zu “Books on Demand – das war wohl nix

  1. Hallo Frank,

    auf Twitter haben wir deine Nachricht gelesen und sind auf deine Blogbeitrag gestoßen. Die entstandene Verwirrung bedauern wir und wollen natürlich gern helfen, hier für Aufklärung zu sorgen und eine Lösung zu erzielen. Wie unser Kundenservice bereits geschrieben hat, hängt dies alles mit dem internationalen Vertrieb zusammen, den du für dein Buch aktiviert hast. Um das Buch auch Leser in den USA, Kanada, Groß Britannien und Australien verfügbar zu machen, werden die Druckdaten an ein internationales Format angepasst. Das beinhaltet neben dem Format auch das verwendete Papier und den Einsatz von reinem s/w-Druck für die Innenseiten. Als Folge der Anpassungen ändert sich auch die Seitenzahl und es kann vorkommen, dass am Ende des Buchblocks Leerseiten eingesetzt werden. Dies ist produktionstechnisch bedingt, da unser Druckpartner nicht die gleichen Druckmaschinen verwendet, wie sie bei uns zum Einsatz kommen. Es findet damit keine freie Interpretation der Inhalte statt, wie von dir geschrieben, sondern die Anpassungen sind rein drucktechnisch bedingt. Auf die Formatanpassungen weisen wir bei der Auswahl des internationalen Vertriebs auch hin.

    Um den Versand der internationalen Exemplare über Amazon zu unterbinden, können wir gern für dich den internationalen Vertrieb umgehend deaktivieren. Bitte gebe es uns hierzu nur eine kurze Bestätigung per E-Mail. Ich hoffe, wir konnte deine Frage nun beantworten. Wir bedauern die entstandene Verwirrung. Sollten noch Fragen oder Unklarheiten bestehen, helfen wir gern weiter.

    Viele Grüße
    Thorsten von BoD

    • Hallo Thorsten von BoD,

      danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.
      Und ja, das ist eine Antwort, mit der ich leben kann.
      Vor allem enthält sie einen Lösungsweg.
      Ich werde mich per Email melden und den internationalen Vertrieb deaktivieren lassen.
      Herzlichen Dank.

      Beste Grüße
      Frank